4. Wissenswertes über Marken- und Unternehmensnamen

Namen sind mehr als die Summe ihrer Einzelteile.

 

 

 

 

 

 

Namen und ihre Herkunft

 

 

Der Firmengründer von Audi, August Horch, übersetzte seinen Namen ins Lateinische:

Audi ist der Imperativ Singular von "audire" und bedeutet "Hör zu!" oder eben "Horch!".

 

Aldi ist ein Akronym von "Albrecht-Discount" und verweist auf die beiden Firmengründer Theo und Karl Albrecht.

 

Das Wort Lego ist ein Akronym für die dänischen Worte "Leg Godt" (=spiel gut).

 

Persil = Perborat + Silikat

 

Osram = Osmium + Wolfram

 

Der Sportartikelhersteller Adidas wurde Anfang der 1920er Jahre von Adolf Dassler gegründet. Bei dem Namen der Firma handelt es sich um ein Akronym, das sich aus Dasslers Spitznamen Adi und den ersten drei Buchstaben seines Nachnamens zusammensetzt.

 

Hanuta besteht aus den ersten zwei Buchstaben der drei Worte: Hasel-nuss-tafel.

 

Der Ursprung des Markennamens Tempo ist der Zeitgeist der 1920er Jahre, die bis zur Weltwirtschaftskrise eine Zeit der Superlative waren: Das gesellschaftliche Leben pulsierte, alles schien möglich – kurz:

Die Menschen besaßen einfach Tempo.

 

Philipp Morris verkaufte die Zigaretten zunächst unter dem Namen "Marlborough", den er dem Duke of Marlborough entlehnte. Die Verwendung von Namen britischer Adeliger für Zigaretten war in den zwanziger Jahren ein beliebter Namenstrend in Großbritannien.

 

Haribo: Name des Firmengründers Hans Riegel + Sitz des Unternehmens in Bonn



 

 

 

 

Marken-Rechtsstreit

 

 

"Joop! gegen Jette Joop" hieß der Fall vor dem Bundesgerichtshof, in dem Wolfgang Joops frühere Firma seine Tochter Jette in ihre Marken-Schranken wies. Die Schmuckdesignerin darf keine Kleidung, Uhren, Accessoires, Parfüm und sogar Duschkabinen unter ihrem Namen verkaufen. Dazu hatte sich Jette Joop als Mitbesitzerin des väterlichen Unternehmens im Kaufvertrag 1995 verpflichtet. Denn Verwechslungsgefahr besteht durchaus, befanden die Richter vor wenigen Monaten. (WiWo, Juli 2011)

 

 

 

 

 

 

 

Erfolg eines Namens, der erst aussortiert war

 

 

Vinnie Chieco, ein Freelance Texter aus San Francisco, war direkt von Steve Jobs beauftragt worden, einen Namen für ein Musikabspielgerät zu finden. Form und Design waren bereits entwickelt. Das Gerät trug den Arbeitsnamen „dulcimer“.

 

Steve Jobs briefte:

Wenn der Mac mit sämtlichen Geräten kommunizieren und die Funktion eines Hubs - einer Schnittstelle - zwischen all den Multimedia-Geräten übernehmen könnte, dann würde seine Attraktivität im Massenmarkt auf einen Schlag massiv steigen.

 

Vinnie Chieco dachte über Schnittstellen nach. Ihm kam die Idee zur Schnittstelle vor wie ein Raumschiff (engl: pod), in das kleinere Raumschiffe zum Auftanken und Auffüllen der Vorräte einfahren. Er stellte Jobs 10 Karten mit jeweils einem Namen vor. Jobs wollte die anderen Namen der Listen sehen. Die spielen keine Bedeutung mehr, sagte Chieco. Jobs sortierte "ipod" aus. Als er seine vierköpfige Crew nach ihren Favoriten fragte, holte Chieco die Karte wieder aus dem abgelehnten Stapel und sagte: Die Art und Weise, wie Steve die ganze Sache erklärt hatte, schien mir zu dem Namen zu passen. Die perfekte Analogie. Es sei logisch und außerdem ein guter Name. Jobs wollte darüber nachdenken.

 

"Als das iPod-Team den Namen «iPod» eintragen lassen wollte, stellten sie fest, dass sich Apple die entsprechenden Rechte bereits erworben hatte. Ein Jahr zuvor hatte Apple den Namen iPod bereits für ein anderes Projekt eintragen lassen, welches in der Zwischenzeit aber eingestellt worden war. Somit stand der Verwendung des Namens iPod nichts mehr im Weg und Steve Jobs konnte das neue Apple-Produkt der Weltöffentlichkeit vorführen." (Quelle: u.a. macprime.ch, Anmerkung der Autorin: Die frühere Eintragung arbeitete mit der Namensbedeutung "Gehäuse", "Behälter" für Kamera)

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Nike Schaller Naming, Berlin